BVEK Pressespiegel

 

EU-ETS liefert genau die von der Politik erwünschte Emissionsminderung, TradeNews Emissions, 14.06.2017

Das Paris-Abkommen – eine Wundertüte mit unsicheren Folgen für den CO2-Markt, TradeNews Emissions, 13.01.2016

EU-ETS-Erweiterung um Kraftstoffe des Straßenverkehrs volkswirtschaftlich sinnvoll, TradeNews Emissions, 04.11.2015

Vorstoß von Gabriel zu nationalem Klimaschutzziel hält Energiesektor in Atem, TradeNews Emissions, 25.03.2015

Gabriels Vorschlag verstößt gegen EU-Recht, TradeNews Emissions, 03.12.2014

Auktionserlöse - bvek plädiert für Rückverteilung an alle Bürger, TradeNews Emissions, 24.09.2014

Einbeziehung des Verkehrssektors in Emissionshandel, TradeNews Emissions, 10.09.2014

Wesentliche Verbesserung des EU-ETS ist nötig und einfach möglich, TradeNews Emissions, 13.08.2014

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von TradeNews Emissions / MBI Martin Brückner Infosource, Frankfurt 

 

Tricksen und Täuschen, HB 07.01.2016

Autofahrt mit Zertifikat, HB 03.12.2015

Gastkommentar - Emissionshandel stärken, HB 22.08.2014

Alles versteigern!, HB 10.07.2014

Ein einfaches System zur Bekämpfung des Klimawandels, HB 20.07.2011, S. 12

Bund kassiert kräftig mit Emissionsrechten, HB 03.06.2008, S. 1

Klima-Zertifikate werden teurer als notwendig, HB 17.03.2008, S. 4

Auktion von Zertifikaten beginnt 2008, HB 14.05.07, S. 6

Gabriel erwartet Einigung im Streit um Klimaschutz, HB 19.12.06, S. 3

Emissionshandel könnte teurer werden, HB 12.10.06, S. 3

Emissionshandel - Verteilungskampf, HB 12.10.06, S. 10

Experten pochen auf Versteigerungsoption, HB 26.6.06, S. 6

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Diese geniale Idee hätte VW alle Skandale erspart, Die Welt online, 12.12.2015
(Original: http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article149882481/Diese-geniale-Idee-haette-VW-alle-Skandale-erspart.html)

Autofahren ohne Angst ums Klima, Die Welt, 11.12.2015
(Original: http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article149841537/Autofahren-ohne-Angst-ums-Klima.html)

Warum der Kohleausstieg wirklich abgeblasen wurde, Die Welt, 16.11.2014

Die deutsche Autoindustrie will unter das Dach des Emissionshandels schlüpfen, Welt am Sonntag, 07.09.2014

Für den Klimaschutz bringt die Energiewende nichts, Die Welt 15.05.2014

Klimabericht verfälscht, Welt am Sonntag 18.05.2014

Durchsuchung bei der Deutschen Bank, Die Welt 29.04.2010

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Welt

 

BVEK für Erweiterung des EU-Emissionshandels, Energie und Management, 19.06.2017

Reform des EU-Emissionshandels sorgt für Verknappung, Energie und Management, 27.03.2017

„Ich lebe gut vom Kontrollwahnsinn der EU“, Energie und Management, 15.03.2016

Braunkohle-Deal reicht für Klimaziele nicht aus, Energie und Management, 15.11.2015

Braunkohle-Deal reicht für Klimaziele nicht aus, powernews.org, 04.11.2015

Sagen Sie mal: Drei kurze Fragen an Jürgen Hacker, powernews,org, 03.11.2014

Ausweitung des Emissionshandels erforderlich, powernews.org, 27.06.2014

Emissionsdaten für 2013 offiziell veröffentlicht, powernews.org, 15.05.2014

BVEK schlägt CER-Neuberechnung für Schwellenländer vor, powernews.org, 01.10.2008

Brüssel drückt bei Emissionshandels-Richtlinie aufs Tempo, E&M Newsletter zum Emissionshandel, 30.06.2008

Gabriel ermöglicht EVU höhere windfall profits, Energie und Management, 01.05.2008

bvek: Gabriel ermöglicht EVU höhere windfall profits, powernews.org, 15.04.2008

"Politisch ineffektiv und bürokratisch" - Interview mit Jürgen Hacker (bvek) zum ProMechG, Energie und Management, 01.10.2007

"Politisch ineffektiv und bürokratisch" - Interview mit Jürgen Hacker (bvek) zum ProMechG, powernews.org, 02.10.2007

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VET-Bericht der DEHSt zeigt wirkungslose Förderungen des BMUB bei Non-ETS-Emissionen auf - EUA Übermengen steigen, Emissionsbrief 06-2017, 19.06.2017

Interview Emissionshändler.com mit Jürgen Hacker, Vorsitzender des bvek e.V., Emissionsbrief 04-2015, 16.03.2015

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Emissionshändler.com, Berlin

 

Die Rechte gehören allen!, Wirtschaftswoche, Nr. 38, 15.09.2014

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Wirtschaftswoche

 

Bundesregierung verfälscht UN-Klimabericht, Berliner Morgenpost 18.05.2014

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Berliner Morgenpost

 

bvek: Nationale Deutsche Klimaschutzpolitik gescheitert, 15.05.2014

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Klimaktiv

 

cid:718502015@18032011-1EA8

Neues Unionsregister ist eine Herausforderung für alle Marktteilnehmer, Dow Jones TradeNews Emissions, 08.06.2012

Geplante EU-Regulierung schadet vor allem Kleinemittenten, Dow Jones TradeNews Emissions, 11.11.2011

Rechtmäßigkeit von Sanktionszahlungen erneut auf dem Prüfstand, Dow Jones TradeNews Emissions, 28.10.2011

Bodenverkehr-Einbeziehung besser als neue Standards, Dow Jones TradeNews Emissions, 02.10.2008

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Dow Jones TradeNews Emissions Redaktion. 

 

Klimaschutz zum Spottpreis, Zeit-Online 18.01.2012

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Zeit Online

 

Der globale Klimaschutz wird vergessen, Süddeutsche Zeitung 25.11.2011

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Süddeutschen Zeitung

 

 

Vergessener Klimaschutz, Die Zeit 01.09.2011

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Zeit

 

„Wohin geht ein Staatsvolk, wenn sein Land untergeht?“ EID 23/11

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Energie Informationsdienstes (EID)

 

Betrug im CO2-Rechtehandel - Wenn Transparenz zur Gefahr wird, Manager Magazin 05.02.2010

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Manager Magazins

 

CO2-Auktionen blockiert, Neues Deutschland, 16.04.2008

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Neuen Deutschland

 

Gastkommentar von Jürgen Hacker: Verkehrtes Klimakonzept im Verkehr? Financial Times Deutschland, 27.08.2008

Politik will CO2-Preis deckeln, Financial Times Deutschland, 12.06.2007

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Financial Times Deutschland

 

Germany parliament trims utilities’ allocation by 38 million allowances/year, Carbon Markets Europe, 29.06.2007, S. 6

German allocation method targets dirty power stations, Tagesmeldung, Point Carbon, 04.04.2007

German ministries in dead-lock over benchmarks, Carbon Markets Europe, 23.03.2007, S. 5

Gastkommentar von Jürgen Hacker: Including road transport in EU ETS is easy and much better than any technical standard, Carbon Markets Europe, 09.02.2007, S. 3

Germany accepts EC cap, auctioning likely, Carbon Markets Europe, 09.02.2007, S. 6

Auctioning seems certain in German second-phase NAP, Tagesmeldung, Point Carbon, 05.02.2007

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Point Carbon

 

Missing Links, Trading Carbon, 10/2011, S. 36

Time for reform, Trading Carbon, 05/2008, S. 40

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Trading Carbon

 

Germany accepts Phase II cap, Carbon Finance, 02/2007, S. 1-2

Auctioning is coming, Carbon Finance, 02/2007, S. 18-19

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Carbon Finance

 

Wirtschaft Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.11.2006, Nr. 267, S. 12

Emissionsrechte richtig versteigern
Fraktionen wollen Auktionen / Umweltminister zurückhaltend / Kohlenstoffsteuer keine Lösung
 
nf. NAIROBI, 15. November. Die Fraktionsvizechefs Katherina Reiche (CDU) und Ulrich Kelber (SPD) sind dafür, die FDP ist es auch, die Grünen sowieso. Bloß Sigmar Gabriel nicht. Der Bundesumweltminister will Emissionsrechte in Deutschland noch nicht versteigern. Der Gesetzentwurf für den zweiten Nationalen Allokationsplan (Nap II), der die Zuteilung der Emissionsrechte für die Jahre 2008 bis 2012 regelt, sieht keine Auktion für die Zertifikate vor. Gabriels Sorge: Falls die Auktion die Preise der Emissionsrechte - und damit auch die Strompreise - nach oben treibt, möchte der Sozialdemokrat dafür nicht haftbar gemacht werden. Würde die Versteigerung hingegen im Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens vom Parlament in den Entwurf eingearbeitet, wären Kritiker aus den eigenen Reihen mundtot gemacht.

Aus ökonomischer Sicht spricht vieles dafür, die Emissionsrechte zu versteigern statt sie - wie im Nap I für die Jahre 2005 bis 2007 festgelegt - gratis an die Anlagenbetreiber zu vergeben. In einer Auktion würden die Zertifikate nämlich von jenen Unternehmen ersteigert, denen sie am meisten nutzen. Die Allokation würde dadurch effizienter. Das Argument, daß die Strompreise zu steigen drohen, lassen Umweltpolitiker und -verbände ohnehin nicht gelten. Da die Opportunitätskosten der Zertifikate auch jetzt schon eingepreist würden, entstünden für die Stromverbraucher keine zusätzlichen Belastungen.

Nachteile hätten bloß die Energieversorger: Ihre Mitnahmegewinne würden künftig zum Teil vom Staat abgeschöpft. Selbst wenn nur 10 Prozent der Emissionsrechte versteigert würden (mehr läßt die EU-Richtlinie bis 2012 nicht zu), käme mehr als eine Milliarde Euro zusammen. Geld, das an Stromkunden zurückgegeben oder in Energieforschung und Klimaschutz investiert werden könnte.

Trotz dieser fiskalischen Verlockungen machen in der Europäischen Union (EU) bisher nur zehn Länder von Versteigerungen Gebrauch. In den Jahren 2005 bis 2007, so hat Arthur Pelchen vom Bundesverband Emissionshandel und Klimaschutz berechnet, kommen gerade einmal die Rechte zum Ausstoß von 8,4 Millionen Tonnen Kohlendioxyd unter den Hammer. Das sind 0,13 Prozent aller Zertifikate. In den Jahren 2008 bis 2012 sollen es schon 33 Millionen Tonnen und 0,5 Prozent aller Emissionsrechte werden; mehr als die Hälfte der EU-Mitgliedstaaten plant dann eine Auktion. Käme Deutschland hinzu, könnte sich das Volumen auf rund 80 Millionen Tonnen mehr als verdoppeln und 1,2 Prozent der Zertifikate umfassen, ergänzte der Verbandsvorsitzende Jürgen Hacker.

Hacker und Pelchen sind nicht nur zum Klimagipfel nach Nairobi gereist, um für eine Auktion zu werben, sondern vor allem, um vor einer falsch angelegten Versteigerung zu warnen: Dominierten wie in Deutschland vier große Energieversorger den Markt und erhielten diese Unternehmen 90 Prozent der Emissionsrechte gratis zugeteilt, lohne es sich für sie nämlich, den Auktionspreis nach oben zu treiben. Je höher dieser Preis, der ja kalkulatorisch auch für die gratis zugeteilten Zertifikate gilt, desto höher sind auch die Zusatzgewinne der Unternehmen.

Der Sinn der Versteigerung würde damit ins Gegenteil verkehrt. Denn eigentlich sollen die Unternehmen vor einer Auktion ausrechnen, was es sie kostet, eine Tonne Kohlendioxyd einzusparen. Diese Grenzvermeidungskosten sollten sie anschließend durch ihr Bieterverhalten offenbaren. Ein Unternehmen böte dann nur so lange mit, wie der Zertifikatekauf günstiger ist als die Reduktion von Kohlendioxyd. Das sollte den Marktpreis nach oben begrenzen und ihn langfristig sinken lassen - und damit auch die Zusatzgewinne der Stromkonzerne.

Zur Zeit müßte der Marktpreis "eigentlich bei Null liegen", sagte Hacker - jedenfalls dann, wenn er Knappheiten widerspiegeln soll. Schließlich wurden im vergangenen Jahr rund 100 Millionen Tonnen Zertifikate mehr ausgegeben als für die tatsächlichen Emissionen benötigt. Trotz dieser Verzerrungen will die EU am Emissionshandelssystem und an den Versteigerungen festhalten. In den nächsten Jahren werde geprüft, ob man nach 2012 auch gestatten solle, 100 Prozent der Zertifikate zu versteigern, sagte Lars Müller von der EU-Kommission. Noch gebe es hierzu aber keine festen Positionen.

"Die Überallokation hat nichts mit der Systemarchitektur zu tun", sondern sei darauf zurückzuführen, daß die Mitgliedstaaten zu großzügige Zuteilungspläne hätten, betonte auch der Brüsseler Klima- und Energiefachmann des World Wildlife Fund (WWF), Stephan Singer.

Singer hält nichts davon, das Emissionshandelssystem durch eine Kohlenstoffsteuer zu ersetzen, wie es einige Ökonomen fordern. Nur feste Emissionsobergrenzen böten Gewähr dafür, daß die angestrebten Minderungsziele erreicht würden. Der Lenkungseffekt einer Steuer könne dagegen ausbleiben - wenn die Nachfrage starr sei oder wenn die Politik sich scheue, die Steuer hoch genug anzusetzen. Singer erinnerte an die Versuche des früheren amerikanischen Präsidenten Bill Clinton, eine vergleichsweise niedrige Kohlenstoffsteuer einzuführen. "Das hätte ihn beinahe das Amt gekostet."

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

 

www.taz.de 18.11.2006

EU kippt deutschen Klimaplan

Die Regeln für den Emissionshandel müssen überarbeitet werden. Die Industrie schneide darin zu gut ab, moniert die Europäische Kommission. Umweltminister Gabriel passt das gar nicht. Er will sich als Klimaschützer profilieren

AUS NAIROBI NICK REIMER

Deutschland muss seinen Nationalen Allokationsplan NAP II überarbeiten. Nach Informationen der taz wird die EU-Kommission den Plan zur Senkung des Treibhausgasausstoßes nicht genehmigen. "Es gibt im Wesentlichen zwei Beanstandungen", hieß es aus Kreisen der Deutschen Regierungsdelegation auf der Klimakonferenz in Nairobi. Wie es aus Kreisen des Bundesverbandes Emissionshandel heißt, moniert die EU, dass der Plan von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel der deutschen Industrie zu wenig abverlangt.

Nationaler Allokationsplan - dieses Wortungetüm steht für praktischen Klimaschutz: Der Staat gibt den Unternehmen kostenlos eine bestimmte Anzahl von Verschmutzungsrechten - die sogenannten Kohlendioxid-Zertifikate. Wer die Luft weniger verschmutzt, als er Rechte dafür hat, spart Verpestungsgutscheine. Die kann er auf dem Markt zu Geld machen. Wer mehr verpestet - also Klimasünder ist -, muss zukaufen. So entsteht Druck zu mehr Klimaschutz.

Allerdings nur, wenn der Staat die Rechte Schritt für Schritt reduziert, dass Recht auf Klimaverschmutzung also stetig sinkt. Genau dort liegt die zentrale Kritik der EU: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hatte in Brüssel beantragt, dass Deutschland in der zweiten Handelsperiode 2008 bis 2012 die Atmosphäre jährlich mit 482 Millionen Tonnen CO2 verpesten darf. Viel zu viel, sagt nun die Kommission. Allenfalls 466 Millionen Tonnen sollen Deutschland zugestanden werden, andere Quellen sprechen gar nur von 460 Millionen Tonnen. Nur so würde jene Verknappung der Zertifikate erreicht, die dann tatsächlich zu Investitionen in den Klimaschutz führt.

Außerdem sei die sogenannte Reserve von 20 Millionen Tonnen viel zu klein. Die Reserve ist für neu zu bauende Anlagen gedacht. Das Öko-Institut hatte gefordert, diese Reserve zu verdoppeln - schon um den Druck zum Neubau von effizienteren Kraftwerken zu erhöhen. "Nach meinen Informationen folgt die Kommission in ihren Forderungen diesen Größenordnungen", sagt Jürgen Hacker, Vorsitzender des Bundesverbandes Emissionshandel.

"Gabriel wird einen neuen Vorschlag zur Überarbeitung des NAP II machen", bestätigte Frank Schwabe, NAP-II-Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion gestern der taz. Dafür spricht auch, dass Ministerialrat Franzjosef Schafhausen nicht in Nairobi ist, wo er eigentlich als Experte gebraucht wurde. Schafhausen ist zuständig für den NAP II, nach Angaben von Jürgen Hacker will die EU am 28. November bekannt geben, welche Pläne welcher Länder sie genehmigt. Zwar konnte Ministeriumssprecher Michael Schroeren gestern nicht bestätigen, dass Schafhausen in Berlin arbeitet. "Vielleicht ist er ja auch krank", sagte Schroeren. Ein Telefonat reichte, um klarzustellen: Schafhausen saß gestern Nachmittag an seinem Arbeitsplatz in Berlin. Warum er nicht in Nairobi ist, wollte er nicht sagen.

Umweltminister Gabriel dürfte sich nur ungern als Klimasünder von der EU vorführen lassen. Zumal er in Nairobi immer wieder auf die "engagierte Klimapolitik" hinweist, die im Zentrum der deutschen G-8- und EU-RatsPräsidentschaft stehen soll.

Der Vorgang hat weitreichende Bedeutungen. Werden in Deutschland weniger Zertifikate verteilt, steigt deren Preis. Dann müssten etwa RWE und Vattenfall ihre Neubaupläne von Braunkohlekraftwerken überprüfen. Auch stiege der Strompreis, weil die Stromkonzerne die Zertifikatskosten einpreisen. So würden die regenerativen Energien konkurrenzfähiger.

Und plötzlich wäre das Thema "Versteigerung von Zertifikaten" wieder aktuell. Die Regelung lässt es den EU-Mitgliedern offen, ob sie zehn Prozent der Rechte an die Konzerne versteigern. Gabriel hatte das abgelehnt. Zwar kann die EU diese Entscheidung nicht beeinflussen. In den Bundestagsfraktionen von SPD und CDU haben sich aber zuletzt Stimmen gemehrt, die genau diese Versteigerung fordern.

taz Nr. 8129 vom 18.11.2006, Seite 7, 132 TAZ-Bericht NICK REIMER

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der taz - die tageszeitung